Innovationen & Entwicklungen
Unsere Forschungsarbeit konzentriert sich auf Baustoffe und Bindemittelsysteme mit Sekundärrohstoffen. Im Fokus stehen definierte technische Eigenschaften, Materialeffizienz und – wo untersucht – produktbezogene CO₂-/Umweltkennwerte.
Unsere Forschungsarbeit zeigt, wie vermeintliche Abfälle in wertvolle Baustoffe transformiert werden können. Mit Forschung und Aufbereitung entwickeln wir Materialien mit definierten technischen Eigenschaften und höherem Anteil an Sekundärrohstoffen. Auswirkungen auf CO₂- oder Umweltkennwerte werden je Produkt bzw. Projekt separat bilanziert.
Gusslehm aus aufbereitetem Lehm aus Kies- und Aushubwäsche
Ein zentrales Forschungsthema ist stabilisierter Gusslehm, ein Material, das sich ideal als Ergänzung zu Holz eignet. Lehm dient dabei als Basis und Bindemittel.
Wir nutzen Lehm aus der Kies- und Aushubwäsche, der bisher keine Verwendung fand und deponiert wurde. Durch geeignete Aufbereitung kann Lehm aus Kies- und Aushubwäsche als Sekundärrohstoff für neue Baustoffanwendungen untersucht und eingesetzt werden. Die technische Eignung wird anwendungsbezogen bewertet.
Neue Füllstoffe für optimale Packungsdichte
Ein weiteres Forschungsfeld ist die Entwicklung von mineralischen Füllstoffen, die eine optimale Packungsdichte im Beton ermöglichen. Mineralische Füllstoffe können die Packungsdichte und Verarbeitbarkeit konkreter Betonrezepturen beeinflussen. Ob dadurch der Bindemittelbedarf und die CO₂-Bilanz sinken, wird rezepturbezogen berechnet und nachgewiesen.
Klinker- und zementfreie Bindemittelsysteme in Entwicklung
Unser drittes Projekt zielt auf die Entwicklung eines nachhaltigen Bindemittels, das ähnlich wie Zement reagiert, jedoch ohne den hohen Energiebedarf auskommt. Wir entwickeln Bindemittelsysteme aus mineralischen Sekundärrohstoffen mit dem Ziel, definierte Festigkeits- und Verarbeitungseigenschaften zu erreichen. Eine CO₂-Bewertung erfolgt gegenüber einer klar festgelegten Referenz und auf Basis der jeweiligen Rezeptur.